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25. Viereckige Formen (1)

Heiligabend 1849. An Bord der Parthenope, auf halber Strecke zwischen Assiut und Girga . Ich muß Euch allen an diesem heiligen Tag schreiben, meine Lieben. Ich denke an Euch und Eure Stechpalmenzweige, und Ihr an uns mit unseren Palmenwedeln – an Euren Christklotz im Wohnzimmerkamin und die heiße Sonne über unseren Köpfen. Grüßt M. S. von mir und sagt ihr, daß ich an einem Abend bei Sonnenuntergang allein an der Küste in Alexandria spazieren gegangen bin, genau an der Stelle, von der ich glauben möchte, daß dort Justin der Märtyrer seinen alten Mann getroffen hat, und als ich an die Begegnung der beiden dachte, dachte ich auch an unsere, die unter fast ebenso heiligen Vorzeichen verlief. Ich wünschte, sie hätte den Sonnenuntergang gesehen, der diesen Ort verzauberte, der Sand sah aus wie Gold, das Wasser in den Meeresbuchten schimmerte grün.

7. Ein afrikanisches Dorf (1)

Vor Girga , 9. Dezember 1849 Morgen sind wir eine Woche an Bord und haben uns nun richtig in unserem Haus eingelebt. Alle unsere gimlets up (1), unsere Diwane aufgestellt, unsere türkischen Pantoffeln (mezd) liegen bereit, und alles ist an seinem Platz, wie es in einer so engen Unterkunft sein muß. Wenn Ihr mich fragt, wie mir das Leben an Bord eines Dahabieh gefällt, muß ich sagen, daß ich keine geborene Dahabieh-Bewohnerin und Diwan-Sitzerin bin. Ich sehne mich so danach, allein durch die Wüste zu wandern, meine Nase in alle Dörfer zu stecken, hierhin und dorthin zu eilen und où bon me semble . Ich möchte auf meinem Esel über das weite Land reiten, ich freue mich, wenn der Wind weht und ich an Land komme. Man nennt mich „die wilde Eselin der Wildnis, die die Nase im Wind hat“, weil ich so gern aufbreche und unterwegs bin. Ich liebe unseren Dahabieh als mein Zuhause, aber den ganzen Tag darin zu verbringen, wozu wir verdammt sind, wenn der Wind nicht weht, gefällt mir überhaupt nic...